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Torsten Larbig: “In meinem Unterricht ist alles erlaubt was dem Lernen dient!” – disruptive Zerstörung des Bildungssystems

Sein Grundsatz und seine einzige Regel (ab Klassenstufe 9): Gut ist, was dem Lernen dient, schlecht ist, was das Lernen verhindert; das eigene und das der anderen! Dabei ist er auch ein Fürsprecher des gezielten Einsatzes “digitaler Medien im Unterricht”. Er empfiehlt den LehrerInnen: “Augen offenhalten und mutig sein!” Denn Schule müsste ganz anders aussehen, weil die Bedingungen und die Bildungsprozesse sich verändert haben.
Herr Larbig ist Mitgründer des “#EDchatDE”, einem wöchentlichen Twitterchat unter dem „hashtag“ #EDchatDE.  Der “EDchat” – so Frau Claudia Bremer – sei eine Art “Community Building”, eine Möglichkeit für den Aufbau einer erfolgreichen Web-Community mit dem Ziel der Pflege des kontinuierlichen Lernnetzwerkes.
Herr Torsten Larbig plädiert für den Einsatz digitaler Medien im Unterricht, genauer gesagt plädiert er dafür die Frage zu stellen, wie lernen gelingen kann und wie digitale Medien positiven Einfluss auf das Lernen gewinnen können.
Er weist aber wieder darauf hin, dass es ganz wichtig ist, zu hinterfragen an welchen Stellen Veränderungen im Bildungsbereich stattfinden und welche Rollen hier die Digitalen Medien spielen können bzw. sie dabei spielen müssen. Die Lehrer sollten in jedem Fall den Einsatz der digitalen Medien didaktisch begründen können.
Wichtig für ihn ist der Mehrwert der Digitalisierung für das Lernen; also “wo” fördern die digitalen Medien das Lernen?

In dem Interview geht er auch auf die “Disruption” im Bildungsbereich, auf die disruptive Zerstörung des Bildungssystems ein.“Wenn man sich verweigert im Blick zu behalten was sich gerade entwickelt, wenn man die Veränderungen in der Gesellschaft nicht wahrnehmen will und darauf in der Schule nicht reagiert”, so Larbig sei dies disruptiv. Leider stellen sich zu viele Lehrpersonen blind für das was sich gerade entwickelt, warnen nicht davor was gerade passiert und nehmen die Zerstörungen Bildungsbereich hin.

Herr Larbig nennt 2 Beispiele:

  1. Videogestütztes Lernen funktioniert optimal: Wenn Universitäten sich verweigern dies wahrzunehmen, dann ist das disruptiv.
  2. Die Digitalisierung der Gesellschaft ist Teil der Wirklichkeit: Wenn sich Schulen weigern das anzuerkennen, dann ist das disruptiv.

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