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Bildung in der digitalen vernetzten Welt – Erklärung des Dagstuhl-Dreiecks

Bezogen auf die schulische Bildung müssen technologische, gesellschaftlich-kulturelle und anwendungsbezogene Aspekte der Digitalisierung – die sich wiederum gegenseitig beeinflussen – in Betracht gezogen werden. Das Dagstuhldreieck berücksichtigt mit seinem ganzheitlichen Ansatz die verschiedenen Perspektiven und ihre Wechselwirkungen zwischen den SchülerInnen und der digital vernetzten Welt. Beat Döbeli Honegger ist fasziniert von der Entwicklung und Verwandlung der abgegrenzten Bereiche (Begriffe: Anwendung, Medien, Informatik) zu drei Perspektiven auf einen gemeinsamen Gegenstand. „Dieses Dreieck und das damit einhergehende in den Hintergrund rücken der Begriffe Informatik und Medienbildung stellen für“ Döbli den Kern der Dagstuhl-Erklärung dar. (Döbeli Honegger, 2016)

In gemeinsamer Verantwortung von Medienpädagogik, Informatik und Wirtschaft stellen die Unterzeichner der Erklärung 5 Forderungen:“

  1. Bildung in der digitalen vernetzten Welt (kurz: Digitale Bildung) muss aus technologischer, gesellschaftlich-kultureller und anwendungsbezogener Perspektive in den Blick genommen werden.
  2. Es muss ein eigenständiger Lernbereich eingerichtet werden, in dem die Aneignung der grundlegenden Konzepte und Kompetenzen für die Orientierung in der digitalen vernetzten Welt ermöglicht wird.
  3. Daneben ist es Aufgabe aller Fächer, fachliche Bezüge zur Digitalen Bildung zu integrieren.
  4. Digitale Bildung im eigenständigen Lernbereich sowie innerhalb der anderen Fächer muss kontinuierlich über alle Schulstufen für alle Schüler_innen im Sinne eines Spiralcurriulums erfolgen.
  5. Eine entsprechend fundierte Lehrerbildung in den Bezugswissenschaften Informatik und Medienbildung ist hierfür unerlässlich.“ (Brinda, 2016)

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