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Videodreh in der Schule

Man kann in Videoprojekten viele kreative Ideen umsetzen und mit dem Medium experimentieren. Alles ist möglich und kann zusammengesetzt ein tolles Ergebnis werden. Damit man aber nicht wild drauf los filmt, haben wir hier einige kurze Gedankenanstöße für dich.

Es ist immer möglich Methodik, Technik oder Inhalt mit der Zeit weiter zu professionalisieren. Doch keine Sorge: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, also einfach loslegen!

Grundsätze Arbeitsweise

Setze dir ein kleines Ziel und ziehe es durch: Schnelle, fertige Ergebnisse sind wichtig für die Motivation. Wiederhole die vielen kleinen Schritte: Jeder Schritt bringt dir Erfahrung aus der du für den nächsten Schritt lernen kannst. Bestimme einen Verantwortlichen, der die Zielgruppenperspektive im Auge behält. Bestimme einen Moderator, der die Abläufe im Blick behält – Agiles Projektmanagement (inkrementell und iterativ), besonders die Methode Scrum bzw. eduScrum eignen sich dafür

Ein Team ist die Summe seiner Unterschiede. Ein effektives Team besteht aus möglichst unterschiedlichen Menschen, die ein gemeinsames Ziel haben. Unterschiedliche Begabungen, Sichtweisen, Persönlichkeiten, Methoden, Herangehensweisen, Erfahrungen, Fehler… Alles bringt das Team nach vorne.

Eine gute Vorbereitung ist bekanntlich alles. Auf der einen Seite steht die inhaltliche Vorbereitung. Auf der anderen Seite gibt es auch rechtlich so manches zu beachten.

Erstes Projekt

Ohne viel zu überlegen, starte mit einem kurzen Video. Das stärkt die Motivation. Außerdem sind diese Erfahrungen wichtig, damit du bei den nachfolgenden grundsätzlichen Entscheidungen weißt, wovon du redest.

  1. Fasse deinen geplanten Kurzfilm in einer Überschrift zusammen – Wie mache ich etwas oder Warum mache ich etwas. Selbsterklärende Zielrichtung für die Ersteller und selbsterklärend für Zuschauer
  2. Material sammeln, das im Video vorkommt
  3. Location: Passende Stelle und passenden Hintergrund finden: hell, ohne grelles Sonnenlicht, aufgeräumt, geräumig, sich gut anhören (keine Halle/Straßenlärm/Lüftung…)
  4. Lichtverhältnisse: Passende Beleuchtung (Sonne, Deckenleuchte, Smartphones als Lampen)
  5. Aufnahme mit Handy-Kamera
  6. Achte auf Datenschutz und lass dir eine Einwilligungserklärung der Betroffenen geben: datenschutz.hessen.de/datenschutz/hochschulen-schulen-und-archive/zusammenstellung-der-formulare
  7. Auf dem Handy mit Boardmitteln schneiden oder erweiterte Apps/Software
  8. Film anschauen und feiern, am besten bei einer Pizza mit Cola 🙂

Nächste Schritte – Video professionalisieren

  1. Schaue dir andere Videos an und überlege was sie gut oder schlecht machen – Fehler sind zum Lernen da
  2. Vergleiche sie mit deinem ersten Video
  3. Erstelle dir ein Storyboard
    Weitere Informationen zu Storyboards
    Offline auf Papier Storyboards erstellen:DruckvorlagenOnline
    digitale Storyboards erstellen: www.storyboardthat.com/de (ausdrucken möglich, in der kostenlosen Version ist es öffentlich sichtbar)
  4. Berücksichtige Urheberrecht und Datenschutz, siehe auch
  1. Falls du mit fremden Videos, Audios und Bildern arbeiten möchtest ersparst du dir viel Zeit. Damit dich auch das Urhberrecht unterstützt, findest du hier Sammlungen mit kostenlosem Material:
  1. Du kannst dir Technik vom Medienzentrum ausleihen oder eigene anschaffen (für den Anfang kaufe lieber nicht zu viel Material, sondern lege den Fokus auf Methodik und Motivation. Sonst könnte das teure Material irgendwann in der Ecke liegen). Vorhandene Technik des Medienzentrums findest du hier:
  1. Informationen zu Dreh und Regie findest du hier lehrerfortbildung-bw.de/st_digital/medienwerkstatt/multimedia/video-im-unterricht/prod/plan/
  2. Beim Schnitt kannst du Effekte, Sounds und vieles mehr einbauen. Programme findest du hier:
  1. Präsentation: Eine Veröffentlichung des Videodrehs ist oft ein Motivation für Schülerinnen und Schüler. Sie und Ihre Erziehungsberechtigten sollten dafür zustimmen.
    1. Grundsätze zum Publizieren: lehrerfortbildung-bw.de/st_digital/medienwerkstatt/multimedia/video-im-unterricht/publ/
    2. Publizieren im Internet: lehrerfortbildung-bw.de/st_digital/medienwerkstatt/multimedia/video-im-unterricht/publ/inter/index.htm
    3. Checkliste: lehrerfortbildung-bw.de/st_recht/daten/checkl/aufnahme/
  2. Die Präsentation in YouTube oder auf dem Computer kann in der Gruppe oder mit Freunden und Familie stattfinden. In jedem Fall verdient das Ergebnis der vielen Arbeit einen Moment der ungeteilten Freude, ggf. mit Pizza und Cola 🙂

Nächste Schritte – Lerne die Zielgruppe richtig gerne zu haben

  1. Setze dich mit der Zielgruppe für deine Videos auseinander, lerne sie zu mögen und zu verstehen. Was wir denken und fühlen, spiegelt sich automatisch in unseren Ergebnissen wieder
  2. Du kannst dafür auch Methoden des Design Thinkings nutzen, das sich sehr am Nutzer orientiert
  3. Besonders bei einem regelmäßigen Angebot wie einem Kanal oder Blog hilft dir eine gemeinsam erstellte Strategie. Unter diesem Link findest du eine PDF mit einer übersichtlichen Darstellung. Sie eigenet sich gut zum Brainstorming: pluralog.de/vorlage-social-media-strategie/ Falls die PDF nicht mehr abrufbar ist, dann ist sie auch hier verfügbar

Zukünftige Schritte – Video Experte werden

  • Du kannst dir Technik vom Medienzentrum ausleihen oder eigene anschaffen
  • Du könntest bei regelmäßigen Videos, z.B. für einen Kanal, das Video mit einer Animation/Sound/Logo beginnen und aufhören lassen.

Zur Vorbereitung bietet das Land Baden-Württemberg viele nützliche Informationen: lehrerfortbildung-bw.de/st_digital/medienwerkstatt/multimedia/video-im-unterricht/prod/plan/

Zum Thema Trickfilm haben wir einen umfassenden Artikel zusammengestellt.

Für Stopmotion-/Trick-/Erklärfilme empfehlen wir das dort aufgeführte Stopmotion-Studio.

Bei Fragen helfen wir gerne weiter und bieten nach Vereinbarung auch die Nutzung unseres Digital- und Video-Studios inkl. Greenscreen an.

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