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Zukünftige Präsentations- und Unterrichtstechnologien sind schon Realität

Im Rahmen der Fortbildung für IT-Beauftragte an Grund- und Förderschulen haben wir uns am Freitag, 13. April mit aktuellen und zukünftigen digitalen Präsentationsmöglichkeiten beschäftigt:

  • Interaktive Whiteboards werden von Schulträgerseite bereitgestellt. Es empfiehlt sich auf mit einem normalen Stift beschreibbare Flügeltüren neben dem Whiteboard zu bestehen. Sie sind üblicherweise vorhanden. Wer ein interakatives Whiteboard möchte, wendet sich über die Schulleitung an den Objektbetreuer des Eigenbetriebs Gebäudewirtschaft. Falls Sie ihn nicht kennen, hilft Ihnen Frau Hardt vom Sekretariat des Eigenbetriebs weiter (Broschüre).
    Die meisten Schulen im Landkreis haben Whiteboards des Modells Hitachi Starboard. Bei der Einführung in die Schule findet nach derzeitigem Stand meist eine kostenlose Schulung durch Pauly statt. Spätere Schulungen sind kostenpflichtig über Pauly erhältlich. Das Medienzentrum arbeitet an einem kostenlosen Schulungsangebot.
    Es zeichnet sich ab, dass immer mehr interaktive Beamer die Whiteboards ersetzen. Sie sind günstiger und einfacher zu warten, da sie nur aus Beamer, Wand und Computer bestehen.
    Empfehlung Onlinekurs zum Thema Whiteboards von SMART Board (anderer Hersteller als im Landkreis): moodle.ruhr-uni-bochum.de/m/course/view.php?id=5272
  • Mastertool ist eine interaktive Software, die allen hessischen Lehrern kostenlos für Schule und zu Hause zur Verfügung steht (Download hier). Sie enthält viel fertiges Material, das sich insbesondere in Grund- und Förderschule, teilweise auch in weiterführenden Schulen, einsetzen lässt. Es ist besonders gut für Whiteboards geeignet und gleichzeitig können die Übungen auch als normale Arbeitsblätter ausgedruckt oder an Computern über Maus und Tastatur bedient werden.
  • Dokumentenkameras ersetzen vollständig den Overheadprojektor. Angeschlossen an einen Beamer können sie beliebige Gegenstände von ausgefüllten Arbeitsblättern bis zur lebendigen Raupe darstellen. In Verbindung mit einem Computer lassen sich zusätzlich diese Bilder speichern oder um digitale Elemente und Hervorhebungen anreichern. Da sie günstiger und sehr einfach zu bedienen sind, könnten sie Whiteboards möglicherweise ablösen. Die Dokumentenkamera von ELMO verbindet sich über die Software ELMO Interactive Toolbox mit dem Computer oder Interakten Whiteboard. Der notwendige Lizenzschlüssel ist öffentlich zugänglich und heißt 4549-144-55214
    Mobile Geräte wie Smartphones oder Tablets lassen sich durch Screen Mirroring auch als Dokumentenkamera einsetzen, z.B. iPad Kamera öffnen und auf den Beamer übertragen.
  • Screen Mirroring (Bildschirmspiegelung) ist die drahtlose Übertragung des Gerätebildschirms an den Beamer. Dazu benötigt man einen Stick, der per HDMI an den Beamer eingesteckt wird. Manche Schulen haben ihre Beamer standardmäßig damit ausgerüstet, z.B. in Dauborn. Apple bietet dafür AppleTV, Google und Android den Chromecast und herstellerunabhängig gibt es den Miracast-Stick. Android und Apple unterstützen ihre jeweiligen Sticks von Haus aus über „Mirroring“. Um von Apple auf Chromecast zuzugreifen benötigt man beispielsweise eine App und um von Android auf AppleTV zu streamen benötigt man ebenso eine App wie www.airsquirrels.com/de/airparrot/ Außerdem gibt es Geräte wie den www.airserver.com/ Sie simulieren Chromcast, AppleTV und Ähnliches gleichzeitig und sind an einen Computer angeschlossen. Dadurch lassen sich Smartphones und Tablets ohne zu installierende Apps mit den hauseigenen Technologien verbinden. Nachteil ist nur, dass ein Computer vorhanden sein muss.
    Anwendung: Mit der Technologie Screen-Mirroring lassen sich ganz einfach Recherche- und Arbeits-Ergebnisse von Schülern oder Landkarten der Lehrkraft am Beamer zeigen, gemeinsam ein Quiz auf dem Tablet sichtbar am Beamer spielen oder wie oben beschrieben als Dokumentenkamera einsetzen: Kamera auf dem Gerät öffnen und auf den Beamer übertragen.
    Unsere Empfehlung: Anycast Adapter z.B. hier auf Amazon

Außerdem haben wir freundlicherweise eine App-Liste (iPads, bei anderen Herstellern ähnlich) mit vielen nützlichen Anwendungen für den Unterricht in Grund- und Förderschule erhalten. Danke dafür an Nils Morath, Astrid Lindgren Schule Limburg.

Weiterhin ist die innovative Allemannenschule in Wutöschingen für Grundschule, Sekundarstufe I und Sekundarstufe II empfehlenswert: App-Liste (iPads, bei anderen Herstellern ähnlich)

Ergänzungen:

  • 20. August 2018 – ELMO-Lizenzschlüssel für ELMO Interactive Toolbox

4 Gedanken zu „Zukünftige Präsentations- und Unterrichtstechnologien sind schon Realität

  1. Hallo Florian,
    vielen Dank für deinen sehr interessanten und informativen Artikel! Aber da ist eine Sache, die mich ärgert, und das ist gleich das erste Wort deiner Überschrift. Ich denke, wir sollten es in diesem Zusammenhang vermeiden, von „zukünftigen“ Präsentations- und Unterrichtstechnologien zu reden. Vielmehr ist es die Gegenwart, in der wir diese Medien einsetzen (oder wir sollten mit vereinten Kräften dafür sorgen, dass es möglichst schnell Gegenwart wird. Wenn du von „zukünftig“ schreibst, ist das so sehr weit weg und hat mit uns wenig zu tun.

    1. Hallo Uwe, schön, dass du mit Interesse und interaktiv auf unserer Homepage / unserem Blog unterwegs bist. DANKE dafür, das freut mich! Du hast Recht mit deiner Anmerkung wenn du den Beitrag von Florian auf „deine“ Schule beziehst. Die FvSS ist fortschrittlich in unserem Landkreis und darüber hinaus bezogen auf Digitale Bildung, Medienbildung und Präsentationsmöglichkeiten. Für Euch als MoLe-Schule sind unsere Informationen wahrscheinlich nichts Neues. Wir denken aber nicht an Euch, sondern an viele andere schulen, für die der Übergang von der Kreidetafel zum Whiteboard schon ein Entwicklungsschritt wäre 😉 LG Rainer

    2. Hallo Uwe,

      danke für deine Anmerkung! Mit Blick darauf, dass es schon in einigen Schulen bereits Realität geworden ist, heißt der Titel nun: Zukünftige Präsentations- und Unterrichtstechnologien sind schon Realität 🙂

      Ja, ich freue mich, dass wir alle daran mitarbeiten. Es gibt noch viel zu tun, allerdings sind wir schon gut vorangekommen. Allein schon, dass jetzt jede Schule eine/n IT-Beauftragte/n hat oder Netzwerkaufsätze wie LANiS und IServ, die sich immer weiter verbreiten. Die Schulungsstrukturen wachsen auch gut.
      Das wichtige ist, dauerhaft zu wachsen und nicht aufzuhören…

      Liebe Grüße Florian

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