IT-BeauftragteMobiles LernenUnterrichtstools und -methoden

Apps und digitale Geräte im und für den Unterricht

Für den Unterricht gibt es je nach Unterrichtssituation und Fach viele nützliche unterschiedliche digitale Tools und Apps. Viele haben wir für dich auf dieser Seite zusammengefasst.

Eine App-Übersicht für Nutzer (mit ersten Erfahrungen) stellt die Seite integrate2learn.de/ bereit. Die dortige Übersicht Modell individuelle Förderung digital [MiFd] empfiehlt je nach Unterrichtssituation eine Auswahl diverser Apps. Die Übersicht wird auf der Homepage regelmäßig aktualisiert. Das ZfsL Essen(Zentrum für Schulpraktische Lehrerausbildung) hat darauf aufbauend noch eine alternative Darstellung der Übersicht entwickelt.

Modell individuelle Förderung digital [MiFd]
Apps nach Unterrichtssituation übersichtlich zusammengestellt

Interaktion über Live-Feedback, Quizz und Lernspiele

Über Live-Feedback lässt sich ganz einfach die ganze Klasse mit einem Klick zu einem Thema abfragen: Sei es eine anonyme Abfrage in Politik und Wirtschaft wer welche Partei wählt oder die Namen unserer Körperteile in einer Wort-Wolke zu brainstormen in Biologie. Die Ergebnisse erscheinen vorne am Beamer. Einzige Voraussetzung: Smartphone, Tablet oder Computer. Und das haben zumindest die Älteren alle.

Empfehlenswerte Tools für Live-Feedback sind u.a.

Ein Quizz oder Lernspiel fragt mit geringem Aufwand den Lernstoff online ab. Je nach App lässt sich am Schluss sogar ein Sieger küren. Empfehlenswerte Tools sind u.a.

  • kahoot.com/ – Quizz-App/Onlineseite, kostenlos für Schulen, viele vorhanden
  • learningapps.org/ – Lernspiel-App/Onlineseite für Wortgitter, Memory, Lückentexte…, kostenlos, viele fertige vorhanden
  • Quizlet – App/Onlineseite mit Lernkarteien und Lerntools, kostenlos, viele fertige vorhanden

Organisation des Unterrichtsmaterials

Digitale Schulbücher entlasten die eigene Tasche und sind überall verfügbar. Außerdem sind sie häufig mit interaktiven Elementen angereichert und teilweise können Lehrer Notizen und ergänzendes Material und Arbeitsblätter für sich und die Schüler hinterlegen. Häufig basieren sie auf einer PDF-Datei.

Anbieter sind u.a.

Auf die eigene Dateiablage unterstützen digitale Tools enorm. Dank der Suchfunktion lassen sich auch noch die Arbeitsblätter vor 10 Jahren wiederfinden und wie die digitalen Schulbücher sind sie überall verfügbar.

Manchmal hat die Schule einen eigenen Server. Darüber lassen sich die Dokumente dann ideal per Schul-Cloud verwalten:

  • Nextcloud – kostenlos, Nachfolger von Owncloud, mit Collabora-App kollaborative Online-Dateibearbeitung
  • IServ kostenpflichtig, weit verbreitet
  • LANiS kostenlos, Schulverwaltungsplattform des Landes Hessen

Schulunabhängig und schulübergreifend sind dann Anbieter wie (Datenschutz bei persönlichen Daten beachten):

  • Dropbox – kostenlos, Dateiverwaltung und automatische Übertragung zwischen Rechnern und über Hersteller-Homepage
  • GoogleDrive – kostenlos, viel Speicher, Dateiverwaltung und automatische Übertragung zwischen Rechnern und über Hersteller-Homepage, kollborative Online-Dateibearbeitung
  • OneNote – kostenlos, einfach zu bedienende Online- und Offline-Software von Microsoft zur Notiz-, Datei- und Wissensverwaltung

Auch Arbeitsblätter lassen sich digital generieren und erstellen. Arbeitsblatt-Generatoren ermöglichen mit geringem Aufwand passende Arbeitsblätter selbst zu erstellen. Außerdem gibt es einen großen Materialpool anderer Lehrkräfte, der mitgenutzt werden darf:

Unterrichtshilfsmittel

Dokumentenkameras ersetzen vollständig den Overheadprojektor. Angeschlossen an einen Beamer können sie beliebige Gegenstände von ausgefüllten Arbeitsblättern bis zur lebendigen Raupe darstellen. In Verbindung mit einem Computer lassen sich zusätzlich diese Bilder speichern oder um digitale Elemente und Hervorhebungen anreichern. Da sie günstiger und sehr einfach zu bedienen sind, könnten sie Whiteboards möglicherweise ablösen.

Die Dokumentenkamera von ELMO verbindet sich über die Software ELMO Interactive Toolbox mit dem Computer oder Interakten Whiteboard. Der notwendige Lizenzschlüssel ist öffentlich zugänglich und heißt 4549-144-55214

Die Steigerung einer Dokumentenkamera und gleichzeitig günstiger ist eine mobile Dokumentenkamera über Smartphone und Tablet. Mobile Geräte wie Smartphones und Tablets lassen sich durch Screen Mirroring auch als Dokumentenkamera einsetzen, z.B. iPad Kamera öffnen und auf den Beamer übertragen. Der Vorteil ist nicht nur der Preis, sondern auch die Ortsungebundenheit. Die Ortsungebundenheit geht bis dahin, dass sogar Schüler  Ihr vor sich liegendes Ergebnis per Smartphone oder Tablet auf den Beamer übertragen kann, sofern gewünscht.

Screen Mirroring (Bildschirmspiegelung) ist die drahtlose Übertragung des Gerätebildschirms an den Beamer über einen speziellen Stick. Dieser Stick wird in den HDMI-Anschluss eingesteckt. Dafür gibt es verschiedene Lösungen (manche Schulen wie Dauborn haben ihre Beamer standardmäßig damit ausgerüstet):

  • Der Anycast Adapter unterstützt AppleTV (für Apple), Chromecast (für Android) und Miracast (für viele Windows-Geräte) automatisch und kostet nur 17 €. Es ist kein PIN-Schutz vorhanden, allerdings kann sich nur ein Gerät gleichzeitig verbinden und dadurch kann die Lehrkraft einen fremden Zugriff verhindern.
  • AppleTV von Apple unterstützt automatisch alle Apple-Geräte und hat einen PIN-Schutz, ist recht teuer
  • Chromecast von Google unterstützt automatisch Android
  • Der Miracast-Standard wird von vielen Geräten und Beamern herstellerübergreifend unterstützt, insbesondere neueren Windows-Rechnern. Alternativ lässt sich die Verbindung über einen Miracast-Stick und ggf. eine dazugehörige App nutzen
  • AirParrot ermöglicht von Windows und Macs auf AppleTV oder Chromecast den Bildschirm zu übertragen, für Schulen vergünstigt
  • Der AirServer stellt das Gegenstück zum Airparrot da und wird zum Empfänger für Apple (AppleTV), Android (Chromecast) und Sonstiges (Miracast). So lässt sich ein Windows-Rechner oder Mac, der an einem Beamer angeschlossen ist, sinnvoll mitnutzen.

Anwendung: Mit der Technologie Screen-Mirroring lassen sich ganz einfach Recherche- und Arbeits-Ergebnisse von Schülern oder Landkarten der Lehrkraft am Beamer zeigen, gemeinsam ein Quiz auf dem Tablet sichtbar am Beamer spielen oder wie oben beschrieben als Dokumentenkamera einsetzen: Kamera auf dem Gerät öffnen und auf den Beamer übertragen.

Interaktive Whiteboards werden von Schulträgerseite bereitgestellt. Es empfiehlt sich auf mit einem normalen Stift beschreibbare Flügeltüren neben dem Whiteboard zu bestehen. Sie sind üblicherweise vorhanden. Wer ein interakatives Whiteboard möchte, wendet sich über die Schulleitung an den Objektbetreuer des Eigenbetriebs Gebäudewirtschaft. Falls Sie ihn nicht kennen, hilft Ihnen Frau Hardt vom Sekretariat des Eigenbetriebs weiter (Broschüre).
Die meisten Schulen im Landkreis haben Whiteboards des Modells Hitachi Starboard. Bei der Einführung in die Schule findet nach derzeitigem Stand meist eine kostenlose Schulung durch Pauly statt. Spätere Schulungen sind kostenpflichtig über Pauly erhältlich. Das Medienzentrum arbeitet an einem kostenlosen Schulungsangebot.
Es zeichnet sich ab, dass immer mehr interaktive Beamer die Whiteboards ersetzen. Sie sind günstiger und einfacher zu warten, da sie nur aus Beamer, Wand und Computer bestehen.
Empfehlung Onlinekurs zum Thema Whiteboards von SMART Board (anderer Hersteller als im Landkreis): moodle.ruhr-uni-bochum.de/m/course/view.php?id=5272

Picobeamer sind sehr kleine und handliche Beamer, die in die eigene Tasche passen, z.B. vom Hersteller LG.

Unterrichtsablauf und Unterrichtsorganisation

Tools und Apps strukturieren den Unterricht einfacher und intuitiver

  • Explain Everything – kostenlos bis 3 Projekte, intuitive Präsentation der Inhalte und des Ablaufs im Unterricht, Tafelbilder live entwickeln, in Verbindung mit Tablet und Screenmirroring kann es das Whiteboard überflüssig machen
  • OneNote – kostenlos von Microsoft, Ähnlichkeiten mit Explain Everything mit weniger Lehrfunktion dafür mehr Wissenssammlung
  • Teachertool – für Apple, eigene Organisation z.B. Anwesenheitslisten, welche Unterschriften fehlen, Sitzplan; passende Klasse wird durch den hinterlegen Stundenplan automatisch hervorgehoben; Datenschutz noch beachten
  • LANiS-Online – vom Land Hessen Datenschutzkonform inkl. elektronischen Klassenbüchern, Raum- und Medienbuchung, Kurseinwahl…

Inklusion

  • Aktuelle Informationen und nützliche Apps auf dem UK-App-Blog

Kreative Apps Steigern langfristig Motivation mehr als reine Wissens-Abfrage-Apps u.a.

  • Mindmaps z.B. mit Popplet (Apple-App und Online)
  • Timer App für Sport und Klassenarbeiten
  • Lärmampel Merklin
  • QR-Codes Papier-Materialien mit Elementen anreichern, die im Internet erreichbar sind
  • Sprachmemos (eigenes Musikspiel aufnehmen und verbessern)
  • Soundoscope Audioaufnahmen verändern
  • iMovie-App
  • Stopmotion Studio und Trickfilme auf unserer Homepage erklärt
  • PuppetPals
  • Dokumente einscannen mit Scanbot oder Office Lense
  • Google Expeditions – mit VR-Brille Blick in die Zukunft, Beispiele
  • Augmented Reality (einen Würfel durch das Handy zum virtuellen Unterrichtsmodell ausbauen mit MergeCube)
  • Die Qlone-App kann eigene Modelle einscannen und in 3D umwandeln und mit dem ObjectViewer am MergeCube betrachten.

Weitere Apps in unserem Padlet

Die Erfahrungen, Unterrichtskonzepte und wissenschaftliche Untermauerung des Projekt Mobiles Lernen in Hessen trägt das Buch „Tablet Klassen“ beim Verlag Waxmann zusammen.

Für uns die beste App-Übersicht ist die auf der Website Integrate2learn.de. Sie basiert auf dem Modell  der individuelle Förderung digital (MiFd) und sortiert Apps nach der jeweiligen Unterrichtssituation für die eine App gesucht wird. Weiterhin beschreibt es das jeweilige Handlungsfeld der individuellen Förderung / der Tiefenstruktur und Handlungsebene und deren Effektivität.

„Im Zentrum der Kreise stehen drei Modelle (TPACK,4K, SAMR), die zur Analyse und Reflexion von Lernen und Lehren unter den Bedingungen der Digitalisierung geeignet sind. Die Zusammenschau dieser Modelle ermöglicht eine gründlichere Einordnung von Lehr- und Lernsituationen.“ (LINK)

Diese Übersicht basiert unter anderem auf folgenden Quellen

Der Tablet-Fortbildungsreihe auf dem Bildungsserver von Baden-Württemberg

Der Präsenz-Fortbilung in der Leo-Sternberg-Schule mit Miriam Hornig:

Der Präsenz-Fortbildung in der Peter-Paul-Cahensly-Schule mit Frajo Ligmann, Apple und Cancom:

Dem Präsenz-Workshop im Medienzentrum mit Sebastian Minnig und Thomas Prill:

Hinweis: Bitte Fragen als Kommentar unten hinzufügen. Ich ergänze diesen Beitrag mit der Zeit weiter.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.